Über 75 Jahre im Dienste des Nächsten

 

Nach der Machtübernahme durch die Hitlerdiktatur wurde am 15.12.1933 auch ein Gesetz über das Feuerlöschwesen erlassen und damit die Gemeinden für den Aufbau des Feuerschutzes verantwortlich gemacht. In einigen Gemeinden sowie in den Städten gab es damals schon Feuerwehren, teils als Pflichtwehren, aber auch freiwillige Feuerwehren. In unserer Gegend waren es Hage und Lütetsburg, die eine Feuerwehr unterhielten. In den anderen Gemeinden und somit auch in Großheide gab es die nachbarliche Hilfe bei Bränden oder anderen Unglücken. Bei Bränden, die in der damaligen Zeit meistens durch Blitzschlag entstanden, versuchte man mit Wassereimern, die von Mann zu Mann gereicht wurden, etwas zu retten bzw. ein Übergreifen auf andere Gebäude zu verhindern. Dieses war bei größeren Gebäuden natürlich fast unmöglich. Hier war man schon froh, wenn wenigstens die Tiere und etwas Möbel gerettet wurden.

Am 16.05.1935 kamen nach einem Aufruf des damaligen Kreisfeuerwehrführers Tjaden aus Norden, die Bürgermeister der Gemeinden Berumerfehn, Großheide, Berumbur, Hagermarsch und Halbemond sowie Feuerwehrangehörige aus Hage und Lütetsburg im Hotel „Weißes Haus“ in Hage zusammen. Hier wurde dann die Verbandswehr Hage – Lütetsburg gegründet. Die schon bestehenden Wehren Hage und Lütetsburg wurden in einer Verbandswehr eingegliedert. Zum Führer dieser Verbandswehr wurde Hauptbrandmeister Bogena aus Lütetsburg ernannt.

Für die anderen gegründeten Einheiten in den verschiedenen Gemeinden wurden so genannte Stoßtruppführer und kommissarische Löschmeister eingesetzt. Für Großheide war es Schmiedemeister Peter Janssen. Als weitere Mitglieder wurden Rolf Fähnders, Abelius Warfsmann, Johann Manott, Enno Erdmann, Garmer Bents, Hajo Weidewitsch, Gerd Freese, Gerd Ihben, Harm Janssen, Jann Rabenstein und Weert Janssen gemeldet. Sinn und Zweck dieses Zusammenschlusses sollte eine gegenseitige Hilfe bei Einsätzen sein und die Förderung des Aufbaus der einzelnen Wehren. Alle Gemeinden bezahlten einen bestimmten Beitrag in die Verbandskasse. Davon wurden dann nach und nach die einzelnen Ausrüstungsgegenstände und Geräte beschafft. Da der Feuerwehr Großheide aber weder Gerät noch Ausrüstung zur Verfügung stand, blieb es mit der Brandbekämpfung genauso wie vorher auch. Der 14tägige Übungsdienst bestand aus Fußdienst, das hieß es musste marschiert werden, eine art militärische Ausbildung. Die einzige persönliche Ausrüstung war eine Armbinde und vielleicht noch eine Uniformmütze. Dass dieses nicht im Sinne vieler Feuerwehrmitglieder war, findet man in den Schriftstücken der damaligen Zeit. Es wurden seitens der Führung des Verbandes Verwarnungen wegen Fehlens beim Dienst erteilt, ja es wurden sogar Geldstrafen angedroht. Am 01.01.1939 war das Reichsfeuerwehrgesetz in Kraft getreten. Die Feuerwehren als selbstständige Organisationen wurden aufgelöst und dem Sicherheitsdienst unterstellt. Aber nach und nach verschwanden die Namen der Mitbegründer von den Meldelisten, sie wurden zur Wehrmacht eingezogen oder sie traten aus. An ihrer Stelle wurden wieder andere Männer zum Dienst verpflichtet, die auf Grund ihrer Gesinnung keiner Organisation beitreten wollten oder es waren Wehrdienstuntaugliche oder ältere Wehrpflichtige Bürger.

Dem damaligen Bürgermeister Janssen wurde in einem Schreiben vom 25.11.1940 vom Hauptbrandmeister Bogena mitgeteilt, das nur noch folgende Mitglieder gemeldet seien: Peter Janssen, Jann Rabenstein, Johann Rykena und R. Dirks.

Aber auch diese Kameraden fehlten bei den angesetzten Übungsstunden. Der Bürgermeister wurde beauftragt, neue Bürger namenhaft zu machen. Damit sollte die Einrichtung einer Pflichtfeuerwehr vermieden werden. Es wurde dann eine Liste eingereicht, in der Kaufmann Stürenburg als Löschmeister vorgesehen war. 1941 taucht dann in den Unterlagen der Name des Volksschullehrers Philipp Dudene als Wehrführer auf. Dudene hat auch noch Anfang 1942 die Ausbildung mit einigen Jugendlichen durchgeführt, die aus der damaligen HJ zur Feuerwehr gewechselt hatten. In einem Schreiben wurde aber von ihm mitgeteilt, das die zuständige SA Standarte ihm keine Freigabe gewähre.

Die Feuerwehr war immer noch ohne Gerät und somit musste im Brandfall immer noch mit dem Eimer gelöscht werden. Bei größeren Bränden rückten dann, als nachbarliche Löschhilfe, Hage und Lütetsburg mit einer Handdruckspritze oder dem Tragkraftspritzenanhänger an. Aber wegen der langen Anfahrzeit war eine wirksame Brandbekämpfung in Frage gestellt.

In einem Schreiben vom 01.11.1941 wurde vom Leiter des Feuerlöschverbandes an Wilhelm Lamberti mitgeteilt, dass die für Großheide vorgesehene Handdruckspritze von Berumerfehn, trotz mehrfacher Zusagen immer noch nicht abgeholt worden sei. Es müsse in Großheide verdammt wenig Interesse am Feuerschutz vorhanden sein, obwohl eine Unterstellmöglichkeit in der Nähe der Schule vorhanden sei, meinte der Führer des Löschverbandes.

In einem Antwortschreiben des Wehrführers Dudene vom 07.11.1949 wurde dann eine Übernahme der Spritze am 09.11.1949 in Aussicht gestellt. Dieser Tag muss etwa 6,5 Jahre nach der Gründung gewesen sein, an dem die freiwillige Feuerwehr Großheide erstmals in dem Besitz einer gebrauchten Spritze gelangte. Eine sehr schwere Geburt, muss man sagen!

Nach einer Aufstellung über Ausrüstungsgegenstände zur damaligen Zeit besaß die Feuerwehr Großheide, 1 Tuchjacke, 7 Pilotjacken, 9 Mützen, 9 Koppeln, 1 Taschenmesser und 1 Brandhorn. Helme und Beile hatten wir als einzige Feuerwehr im Löschverband nicht. Das waren Verhältnisse im Gegensatz zu heute!

1942 wurde dann eine Liste mit 50 Namen abgegeben, von Wehrdienstfreigestellten und neuerdings auch Jugendlichen, die von der HJ zur Feuerwehr überwechselten. Seit der Anschaffung der Handdruckspritze waren die angesetzten Übungsstunden, die meistens sonntags vormittags stattfanden, etwas interessanter geworden. Man konnte mit der Spritze, die von Hand gezogen wurde, an Gräben oder Löschteiche kleine Angriffsübungen durchführen, aber auch nur im kleinen Rahmen üben, wie es aus einer Geräteaufstellung von damals hervorgeht. Es waren nur 100 Meter Schlauchmaterial vorhanden. Beim Pumpen waren jeweils 8 Mann erforderlich, die dann immer wieder abgelöst werden mussten. Die Feuermeldung erfolgte damals noch mündlich, Telefone gab noch so gut wie keine. Die Feuerwehrleute wurden mit einem Brandhorn, mit dem einer mit dem Fahrrad durch die Gemeinde fuhr, alarmiert. Die Spritze musste dann von Hand zur Einsatzstelle gezogen werden. In der damaligen Zeit nicht einfach, da es außer der Dorfstraße nur Sandwege gab.

Die Löschwasserversorgung bestand damals aus einigen Feuerlöschbrunnen, Löschteichen oder Gräben. Und hatte man endlich die Einsatzstelle erreicht, war wegen der einfachen Bauweise meistens nicht mehr viel zu retten. So blieben auch der Eimer oder die damalige Luftschutzhandspritze, die in jedem Haus vorhanden sein musste, das beste Löschgerät.

1943 bekamen wir dann als letzte Feuerwehr des Verbandes eine Tragkraftspritze vom Typ Metz und einen Tragkraftspritzenanhänger, der Holzbereift war. Ein Fortschritt in der Löschwasserversorgung aber noch nicht in der Schnelligkeit. Der Anhänger musste auch von Hand gezogen werden, was sich aufgrund des Gewichtes noch schwieriger gestaltete als die Handdruckspritze. Ein weiterer Nachteil war der hohe Druck, dem die alten Schläuche nicht mehr stand hielten. Als Feuerwehrgerätehaus diente eine alte Schulklasse der Volksschule.

In den Jahren 1943, 1944 und Anfang 1945 wurden die jungen Mitglieder zur Wehrmacht eingezogen, so dass nur noch einige ältere Einwohner der Feuerwehr zur Verfügung standen. Aber obwohl auch in Großheide immer wieder Bomben und Brandbomben fielen, blieb es von größeren Bränden verschont.

Mit dem Ende des Krieges im Mai 1945 kam die Militärregierung der Besatzungsmächte und alle Organisationen und Vereine wurden verboten. Nur die freiwilligen Feuerwehren durften ihre Arbeit wieder aufnehmen bzw. fortführen. Die Mitglieder durften weiter ihre alten Dienstanzüge tragen, so auch in der Gemeinde Großheide. Die echten Feuerwehrkameraden kamen, sobald sie wieder in ihrer Heimat zurückgekehrt waren, wieder zusammen. Einige junge Freunde gesellten sich dazu und man versuchte, das alte vorhandene Gerät wieder funktionsfähig zu machen. Was dann auch mit viel Arbeit gelang. Als Geräteraum wurde immer noch eine Klasse in der alten Schule genutzt. Als dieser aber für andere Zwecke gebraucht wurde, fand man in einer Autogarage beim Kaufmann Stürenburg Unterschlupf. Später stand dann die Tragkraftspritze beim Kameraden Klooster im Schuppen.

Auf ständiges Drängen und Vorsprechen bei der Gemeinde wurde dann 1950 als Zugfahrzeug ein gebrauchter Pkw Typ Opel für 1500 DM gekauft. Das Fahrzeug wurde durch Kamerad Freese von Leer geholt, und dann in Eigenleistung mit einer neuen Lackierung versehen. Die Farbe der Feuerwehrfahrzeuge war damals grün! Ebenfalls wurde die Federung des Fahrzeugs so verstärkt, das damals schon 8 Kameraden mitfahren konnten. Der Tragkraftspritzenanhänger bekam eine Luftbereifung, so dass die Feuerwehr Großheide nun voll motorisiert war. Das Fahrzeug stand beim Kameraden Freese in der Scheune. Die Kameraden Weert Freese, Gerhard Büscher, Frerich Hinrichs, Fritz Burmeister, Heinz Deneke und Harm Petersen kümmerten sich um die Instandhaltung der Geräte.

Als dann die Tragkraftspritze, die von Anfang an ihre Tücken hatte, ihren Dienst versagte, und nicht mehr repariert werden konnte, standen die Feuerwehrleute wieder vor dem Nichts. Der Personalaufbau, der systematisch gefördert worden war (fast alle hatten Lehrgänge an der Feuerwehrschule Loy besucht), nützte nichts, denn es fehlte wieder die Ausrüstung.

1955 wurde der Gemeinde durch den Kreisbrandmeister Meier der ausreichende Feuerschutz aberkannt und der freiwilligen Feuerwehr Berumerfehn überragen. Da aber auch diese Maßnahme Geld kostete und auch keinen gesicherten Feuerschutz brachte, entschloss man sich, die Feuerwehr neu auszurüsten.

Als erstes wurde 1956 eine Tragkraftspritze vom Typ Magirus durch die Firma Christmann in Aurich geliefert. Ein Schulgrundstück wurde zur Verfügung gestellt, ein Bauplan erstellt und das erste Feuerwehrgerätehaus mit einem Einstellplatz für ein Löschfahrzeug gebaut. Das Feuerwehrhaus wurde in Eigenleistung der damaligen Kameraden gebaut, welches der Gemeinde ermöglichte, ein komplettes Löschfahrzeug zu finanzieren. Ein Fahrzeug vom Typ Opel mit der feuerwehrtechnischen Ausrüstung von Magirus.

 

 

Am 16.04.1957 wurde das Gerätehaus zusammen mit dem Löschfahrzeug, durch den damaligen Bürgermeister Johann Rabenstein, übergeben. Ein denkwürdiger Moment, denn somit hatten wir 22 Jahre nach Gründung der Feuerwehr einen „richtigen Anfang“. Ein Jahr später wurde dann auch die erste Sirene installiert, wodurch auch die Alarmierung ein gutes Stück weiterkam.

 

 

1961 wurde Ihno de Vries zum Gemeindebrandmeister ernannt, sein Stellvertreter blieb Weert Freese. In der Löschwasserversorgung wurde der 9. Feuerlöschbrunnen erstellt und die Zahl der aktiven Kameraden wuchs auf 19. Auch in den folgenden Jahren wurde die Löschwasserversorgung immer weiter ausgebaut und man begann die ersten Hydranten zu setzen.

1967 wurde mit dem Erweiterungsbau des Gerätehauses begonnen und der erste Kreisfeuerwehrtag in Großheide bei der Gaststätte Merkur wurde abgehalten.

1968 wurde der Erweiterungsbau mit zwei Fahrzeughallen, wiederum in Eigenleistung, fertig gestellt und der Feuerwehr übergeben. Die dadurch entstandene Kostenersparnis verhalf der Gemeinde dazu, ein weiteres Löschfahrzeug anzuschaffen. Ein TSF Ford Transit mit einer feuerwehrtechnischen Ausrüstung und einer weiteren Tragkraftspritze. Das Fahrzeug konnte dann im März der freiwilligen Feuerwehr Großheide zusammen mit vielen Gästen übergeben werden.

 

 

1969 erfolgte die Anschaffung der ersten Atemschutzgeräte, wodurch wir einen weiteren Fortschritt im Löschwesen verzeichnen konnten.

1970 wurde ein Löschschaumgerät angeschafft sowie mit dem Aufbau einer Frauengruppe begonnen. Erstmalig im Feuerwehrwesen nach dem Krieg, gab es nun auch Frauen in der Feuerwehr.

1971 waren die Kameradinnen Gerda Badtke, Johanne Look, Hannelore Seeberg, Gisela Schmidt, Theda Westermann und Tini de Vries bei allen Einsätzen dabei.

1972 wurden nach der Gebietsreform alle Gemeindefeuerwehren in Ortsfeuerwehren umbenannt, der Feuerschutz für den Ortsteil „Strück“, den westlichen Teil von Coldinne, Westerende und Klosterland wurde der Ortsfeuerwehr Großheide übertragen.

1973 wurden zwei weitere Atemschutzgeräte angeschafft.

Als im Jahr 1976 ein weiteres  Fahrzeug angeschafft wurde, ein Tanklöschfahrzeug mit 2000 Liter Wassertank und einer Heckpumpe, verbesserte sich die Ausrüstung und die Einsatzbereitschaft der Ortswehr enorm. Das TLF wurde am 18.05.1976 von dem damaligen Bürgermeister Harms an die Feuerwehr übergeben. Somit verfügte die Feuerwehr Großheide nun über drei Fahrzeuge, die auch noch alle mit Sprechfunk ausgerüstet waren.

 

 

1978 fand zum zweiten Mal ein Kreisfeuerwehrverbandstag in Großheide statt. Diesmal wurde in einem großen Zelt beim Schulzentrum gefeiert. Ein voller Erfolg mit Umzug durch die Gemeinde und anschließendem Schnelligkeitswettbewerb vieler Ortswehren. Die Zahl der aktiven Mitglieder in der Feuerwehr stieg in den siebziger Jahren auf 45, einige junge Kameraden verpflichteten sich bei der Feuerwehr und wurden so von der Wehrpflicht der Bundeswehr befreit. Als Ausbilder für Grundlehrgänge, die jetzt auf Gemeindeebene stattfanden, wurde Hauptlöschmeister Jann de Groot ernannt.  Die Frauengruppe, der jetzt 9 Frauen angehören, absolvierte einen Grundlehrgang mit Erfolg unter der Regie von Ortsbrandmeister Ihno de Vries.

Bei der Schneekatastrophe vom 14.02 bis 23.02.1979 wurden viele Hilfeleistungen erbracht, wie z.B. Transport von Kranken, Transportbegleitung von Ärzten usw. Unser Gerätehaus wurde zur Funk- und Telefonzentrale umgebaut und fungierte Fortan an Schaltzentrale für die Koordination der Einsätze der Gemeindefeuerwehren und des Schneeräumdienstes. Ein besonders Erlebnis für die Frauengruppe war der Besuch der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Frau Annemarie Renger 1982 in Großheide. Frau Renger informierte sich über die Arbeit der Frauen in der Ortsfeuerwehr. Als Gastgeschenk erhielt sie einen Feuerwehrhelm mit Widmung. In den kommenden Jahren wurden viele Einsätze gefahren.

Unser erstes Fahrzeug, ein LF8 Marke Opel Blitz, war in die Jahre gekommen und musste ersetzt werden. Ein Antrag wurde bei der Gemeinde gestellt und genehmigt. Nach 25 Jahren als Ortsbrandmeister wurde Ihno de Vries aus Altersgründen in die Altersabteilung versetzt. Jann de Groot wurde zum Ortsbrandmeister und Frerich Hinrichs zu seinem Stellvertreter gewählt. Am 10.11.1987 war es dann soweit, unser neues Löschgruppenfahrzeug wurde geliefert und der gute alte Opel Blitz konnte seinen verdienten Ruhestand antreten. Da das neue LF8 mit einem Hilfeleistungssatz ausgerüstet war, wurde unsere Ortswehr fortan auch zu Verkehrsunfällen alarmiert. Eine neue Herausforderung für unsere Kameradinnen und Kameraden, die aber sehr gerne angenommen wurde. In der folgenden Zeit machten sich alle mit dem neuen Gerät vertraut, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

 

 

Ein weiterer großer Fortschritt war die Anschaffung der ersten Funkmeldeempfänger.

Viele Veränderungen und Verordnungen gab es bei der Einsatzkleidung, alle Kameradinnen und Kameraden mussten mit neuen Jacken und Hosen ausgestattet werden.

1990 war ein schweres Jahr für unsere Feuerwehr. Unser Ortsbrandmeister Jann de Groot erkrankte schwer und verstarb schließlich im März 1990. Ein neuer Ortsbrandmeister musste gewählt werden. Nach der folgenden Wahl wurde Frerich Hinrichs unser neuer Ortsbrandmeister und Hillrich Holling sein Stellvertreter. Doch nach kurzer Zeit erkrankte auch Frerich schwer. Er führte aber sein Amt, mit großer Unterstützung aller Kameradinnen und Kameraden, weiter aus. Im November 1993 starb Frerich Hinrichs schließlich an seiner schweren Krankheit und wir standen erneut vor Neuwahlen. Da der stellvertretende OBM nun auch noch zurückgetreten war wurde komplett neu gewählt. Der neue OBM hieß nun Manfred de Vries und sein Stellvertreter Ingo de Vries.

Unser alter Ford Transit kam nun mittlerweile auch in die Jahre. Nach etlichen Reparaturen, die in Eigenleistung durchgeführt wurden, musste etwas Neues her. Leider war ein neues Fahrzeug nicht in Sicht. Da dann aber die Landesfeuerwehrschule Loy ein TSF zum Verkauf anbot, entschloss sich die Feuerwehr Großheide dazu, ein Gebot abzugeben. Und tatsächlich erhielten wir 1997 den Zuschlag für dieses Fahrzeug. Somit war wieder ein Problem gelöst.

 

 

Aber leider war auch unser Tanklöschfahrzeug bereits 30 Jahre alt und musste ersetzt werden. Ein entsprechender Antrag wurde bei der Gemeinde gestellt. Doch da die Gemeinde 3 Ortswehren unterhalten muss, wurde dieses Vorhaben erst einmal verschoben.

2001 erhielten wir auf Antrag eine neue Tragkraftspritze der Firma Ziegler da auch hier der Zahn der Zeit unaufhörlich nagte. Wie ja auch immer noch an unserem TLF! Doch hier wurde auch im Jahr 2001 dem Antrag stattgegeben und wir konnten mit der Planung für das neue TLF beginnen.

Von nun an folgten viele Besichtigungen und Vorführungen von Fahrzeugen bis man sich am Ende dann für ein TLF 8/18 der Firma Iveco entschieden hatte.

Am 14.12.2002 war es dann soweit, das wir unser neues Fahrzeug aus Ulm abholen konnten. Das wurde von den Kameraden Manfred de Vries, Joachim Freese, Meino Bents, Mario Bents und Frerich de Vries übernommen.

 

 

Nach 12 Jahren Amtszeit gibt Manfred de Vries sein Amt als Ortsbrandmeister auf. In den folgenden Neuwahlen wurde Frerich de Vries neuer Ortsbrandmeister und Meino Bents sein Stellvertreter.

Im Jahr 2005 wurde das Hilfeleistungsgerät bei der FTZ in Norden von der Fa. Brink geprüft und festgestellt, dass das Gerät bei der nächsten Prüfung in 3 Jahren, keine neue Prüfplakette erhalten würde. Ortsbrandmeister de Vries stellte bei der Gemeinde den Antrag spätestens 2007 ein neues Hilfeleistungsgerät zu beschaffen. Dieser Antrag wurde auch sofort genehmigt. Bereits 2006 konnte die Gemeinde bei der Fa. Weber ein Vorführgerät erwerben, das auch noch im gleichen Jahr an uns übergeben werden konnte. Ein zusätzlicher Rettungszylinder wurde dann Anfang 2007 geliefert.

 

 

Das neue Hilfeleistungsgerät konnte dann im Jahr 2008 sogar noch mit einem neuen Kupplungssystem der Fa. Domeyer ausgestattet werden.

 

 

 

(Auszug aus der Festschrift zum 75 jährigen Jubiläum)

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